Tasmanien Rundreise

Tasmanien Rundreise

Tasmanien Karte

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 Tasmanien Karte

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Überblick

  • In Tasmanien gibt es im Gegensatz zu Australien eher frische Temperaturen und an manchen Orten sogar Schnee, das liegt u.a. an der Nähe zur Antarktis (2575 km)
  • Einst Gefängnisinsel mit Strafgefangenen
  • Beeindruckt mit wilder Natur und Wildlife
  • 4 -5 Tage reichen aus, man kann in 1052 km von Hobart über Strahan, Cradle Mountain, Launceston, Freycinet, Port Arthur die Insel umrunden.
  • Tasmanien ähnlicht Neuseeland - aufgrund der ähnlichen geographischen Lage
  • Tasmanischer Teufel - größter noch lebender Raubbeutler und nur in Tasmanien zu finden
  • Viele Wombarts und Wallaby's. Generell haben auf Tasmanien mehr Tiere überlebt im Vergleich zu dem Festland Australiens, da es keine Dingos und Füchse gibt.

Was du erleben wirst

  • Von Hobart für insgesamt 5 Tage rund um Tasmanien
  • Genieße einen einmaligen Ausblick über Hobart und die Küste von Mount Wellington
  • Wandere durch den kühl temperierten, feuchten „Fast -”Regenwald zu den einmaligen Wasserfällen “Russel Falls”
  • Erlebe Tasmanian Wildlife mit Wombarts, Opossums, Tasmanischen Teufel, Wallaby’s und vielem mehr hautnah
  • Starte in Strahan eine Bootstour zum Hells Gate und entlang des Weltkulturerbes Gordon Rivers
  • Unternehme eine Wanderung in Cradle Mountain mit einmaligen Ausblicken auf die tasmanischen Berge
  • Entdecke Schnabeltiere (Platypus) bei Sonnenauf - oder Sonnenuntergang
  • Genieße einen der schönsten und unvergesslichsten Ausblicke Tasmanians auf die Wineglass Bay
  • Erlebe auf einer Speedboot-Tour in Porth Arthur die beeindruckende Küste mit Höhlen, Wasserfällen, Felsformationen, Sea Life und vielem mehr

Allgemeine Informationen

Geographie

Tasmanien gehört zu Australien und liegt ca. 240 km südlich des australischen Festlands.
Ein Viertel der Insel ist als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen und 37 % der Insel besteht aus Nationalparks.

Die Antarktis ist nicht weit

Tasmanien und besonders des Westen Tasmaniens ist kühler als das Festland Australiens. Auch ist der Niederschlag im Westen Tasmaniens aufgrund der Bergketten stärker als im Osten. Im Osten scheint hingegen meistens die Sonne. Die Durchschnittstemperaturen im Sommer liegen zwischen 9 °C bis 19 °C und im Winter zwischen 0,5 °C bis 10,5 °C. Im Winter sind Nachfröste nicht unüblich und Bergkuppen können teilweise sogar schneebedeckt sein.
Abrupte Wetterwechsel, starker Wind und hohe Luftfeuchtigkeit stehen ebenfalls auf der Tageskarte in Tasmanien. Im Gegensatz zum Festland ist Tasmanien heftigen Westwinden ausgesetzt, die auf der gesamten südlichen Erdhalbkugel mit diesem Breitengrad herrschen. Westwinde treffen ungebremst auf Tasmanien ein, da keine Landmassen umgeben sind. Aus diesem Grund und der kalten Meeresströmung der Antarktis (Entfernung zur Antarktis 2575 km) ist der Westen Tasmaniens feuchter, kälter und hat zudem weniger Sonnenstunden als der Osten.

Tag 1

Zweitälteste Stadt Australiens - Hobart

Hobart ist die Hauptstadt Tasmaniens und nach Sydney die zweitälteste Stadt Australiens (1803 als Strafkolonie gegründet).
Hobart´s Hafen bildet den zweittiefsten natürlichen Hafen der Welt und ist ein strategisches Gateway für den südlichen Ozean und die Antarktis. Die Nähe zur Antarktis macht sich am Hafen mit beeindruckenden Einsbrecher-Schiffen und dem Institut für Meeres- und Antarktisforschung (IMAS) bemerkbar und ist auf jeden Fall ein Zwischenstop wert.

Hobart reizt aber auch mit einer ausgezeichneten Restaurant-Szene und erstklassigen Frühstück-Cafés. Ein Muss ist das italienische Restaurant Da Angelo. Besonders schön ist die Gegend rum um den Battery Point, die von den Einheimischen gerne “altes Hobart” genannt wird.

Mount Wellington

In Hobart angekommen geht es als erstes auf den Mount Wellington. Der 1269 Meter hohe Mount Wellington ist das Wahrzeichen Hobart´s. Man erreicht ihn in 22 km von Hobart aus. Oben gibt es einen Aussichtspunkt in der Nähe des Gipfels, von welchem man die gesamte Derwentmündung sowie Hobart, die Tasman-Halbinsel und ein Basaltkliff zu sehen bekommt.

Russell Falls Wasserfall

Im Anschluss geht es in den Mount Field Nationalpark zu den Wasserfällen Russell Falls und Horseshoe Falls. Man kann die Russell Falls in ca. 10 Minuten zu Fuß erreichen. Wer noch etwas länger Zeit hat, kann weiter zu dem kleineren Wasserfall Horseshoe Falls laufen. Von dem Horseshoe Wasserfall kann man über den Tall Trees Circuit und den Tall Trees Walk zurück zu Autoparkplatz gehen. Auf dieser Strecke kann man vor allem Riesen-Eukalyptus Bäume (swamp gums) sehen. Insgesamt geht der Rundweg ca. 60 Minuten.
Der Mount Field Nationalpark hat noch viele schöne Wanderungen zu bieten. Da die Fahrt heute aber noch nach Strahan weitergeht, sollte man nicht zu spät aufbrechen.

Tag 2: Weltkulturerbe Gordon River

Heute geht es auf einer Bootstour ab Strahan zu Hells Gate, Sarah Island und entlang des Weltkulturerbes Gordan Rivers. Die geführte Bootstour startet am Hafen in Strahan und dauert ca. 6 Stunden.

Hells Gate

Der erste Stop ist die Meerenge Hells Gates (deutsch Tore der Hölle), die den Zugang zum Macquarie Harbour ebnet, in welchem Strahan liegt. Bekannt ist die Meerenge aufgrund ihrer tückischen Strömungen und Untiefen. Zu dem Namen Hells Gate gelang die Meerenge aufgrund der Strafgefangenen, die auf Sarah Island inhaftiert waren und sie als ihre persönliche Pforte zur Hölle betrachteten. Auf dem Rückweg von Hells Gate in Richtung Sarah Island passiert man noch eine lokale Fischfarm und lernt etwas über die Geschichte der Lachs- und Forellenzucht an der Westküste von Tasmanien.

Sarah Island

Der nächste Stop ist die Insel Sarah Island, Heimat der ehemaligen britischen Strafkolonie “Macquarie Harbour Penal Station”. Man verbringt ca. 1 Stunde auf der Insel und lernt etwas zu ihrer Geschichte.

Gordon River

Der letzte Spot der Bootstour geht entlang des Gordon Rivers mit Stop am “temperate” Regenwald. Bekannt ist der Gordon River für Touristen wohl vor allem wegen seiner Hufeisenform an einer Stelle. Kurz vor diesem Hufeisen gibt es einen Eingang in den “temperate” Regenwald, durch welchen man circa 30 Minuten schlendert und etwas über die lokale Flora und Fauna lernt. Im Anschluss geht es auf den Rückweg zum Hafen in Strahan.

Nach der Bootsfahrt geht es weiter in Richtung Cradle Mountain. In Cradle Mountain angekommen, kann wer noch Lust und Laune hat, eine “Night Wildlife Tour” mitmachen.

Night Wildlife Tour

Hier geht es im Dunklen in den Nationalpark auf die Suche nach tasmanischen Tieren. Man bekommt vor allem Wombarts, Opossums und Wallaby’s zu Gesicht. Vor allem sieht man Pademelon Wallaby’s, diese sehr kleinen Wallaby’s gibt es nur in Tasmanien. Wer Glück hat sieht eventuell einen Tasmanischen Teufel.

Tag 3: Tasmaniens Berge erleben

Cradle Mountain - Lake St Clair Nationalpark

Cradle Mountain reizt mit einigen Wanderungen für Jedermann. Eine gemütliche Option ist in ca. 2 Stunden (6,2 km) den See “Dove Lake” zu umrunden. Alternativ kann man in ca. 6 -8 Stunden (12,8 km) auf den Gipfel des Cradle Mountain wandern. Für all diejenigen die etwas zwischendrin suchen empfehlen wir die Route vom Dove Lake Car Park, über den Wombart Pool zum Marions Lookout. Von Marions Lookout hat man zum einen einen wunderschönen Blick auf den Cradle Mountain und den Dove Lake und zum anderen auf den See Crater Lake. Von Marions Lookout geht es dann wieder abwärts Richtung Dove Lake. Unten am See angekommen kommt man noch an einem kleinen Bootshaus vorbei, bevor man wieder den Autoparkplatz erreicht. Das ganze dauert ca. 2 - 3 Stunden. Insgesamt war unser Eindruck, dass die Zeitangaben sehr großzügig geschätzt sind. Die Tour zum Marions Lookout ist beispielsweise mit 3 Stunden angegeben, kann aber auch in 2 Stunden gemacht werden. Wir sind gemütlich gelaufen und haben etliche Fotostops eingelegt und sind knapp über 2 Stunden gelaufen.
Man kann sich natürlich auch in der Touristen Information nach weiteren Touren erkunden bzw. eine geführte Tour buchen. Wir empfehlen morgens nicht nach 10:00 Uhr zu starten und eine “kleine” Tour von circa 2 - 3 Stunden zu unternehmen, da die Reise danach noch weiter geht.
Empfehlenswert ist die Unterkunft Peppers Cradle Mountain Lodge. Eine sehr schöne Lodge mit eigenem Kaminfeuer im Zimmer, einem tollen Restaurant, Spa und vielen angebotenen Touren wie z.B. die Night Wildlife Tour.

Devenport

Auf dem Weg Richtung Launceston kann man einen kurzen Stop in Devenport einplanen und sich den Mersey Bluff Leuchtturm anschauen.

Schnabeltiere (Platypus)

Die Ortschaft Latrobe ist bekannt für ihre Schnabeltiere (englisch Platypus), die es an keinem anderen Ort weltweit mehr gibt als in Latrobe. Schnabeltiere sind vor allem bei Sonnenauf - oder Sonnenuntergang aktiv, dementsprechend ist das die beste Uhrzeit welche zu entdecken. Man findet sie im Warrawee Forest Reserve in Latrobe. Hinweis: Die Google Maps Suche für Warrawee Forest Reserve funktioniert leider nicht, man erreicht den Warrawee Forest jedoch in 3,5 km über die Gilbert Street, Latrobe.

Launceston

Wer möchte kann einen kurzen Stop in der zweitgrößten Stadt Tasmaniens einplanen. Launceston eignet sich für ein Mittagessen oder einen Kaffee, bevor es weiter Richtung Coles Bay geht wo man übernachten sollte.

Tag 4: Genieße Tasmaniens schönste Aussicht

Ein Tipp für eine Übernachtung in Coles Bay ist die Edge of the Bay Lodge. Edge of Bay Lodge ist eine moderne Lodge außerhalb der Ortschaft Coles Bay direkt am Strand. Empfehlen möchten wir diese Unterkunft aber vor allem, weil wir hier morgens von Wallabys auf unserer Terrasse begrüßt worden sind. Diese Wallabys scheinen sehr an Menschen gewöhnt zu sein und sind sehr zutraulich, vor allem hoffen sie darauf etwas zu Essen zu bekommen. Hier hat man die Möglichkeit Wallaybs aus der Hand fressen zu lassen. Von der Terrasse aus hat man auch einen direkten Blick auf den Strand und die dahinterliegenden pinken Granitfelsen. Der Freycinet Nationalpark ist bekannt für diese pinken Granitfelsen namens “The Hazards”.

360-Grad Aussicht über Tasmaniens schönste Bucht

Einen schönen Ausblick auf die bekannte Wineglass Bay genießt man vom Wineglass Bay Lookout. Vom Autoparkplatz (Wineglass Bay Carpark) braucht man hin und zurück ca. 60 min.
Deutlich anspruchsvoller, aber dafür eine viele schönere Aussicht genießt man vom Mount Amos. Hierfür braucht man circa 3 Stunden hin und zurück, wird aber mit einem 360-Grad Blick über die gesamte Wineglass Bay belohnt. Der Ausblick ist atemberaubend und seine Anstrengung definitiv wert. Mount Amos selbst ist einer der drei Granitberge auf der Freyinet-Halbinsel und 485 Meter hoch.
 

 Aussicht von Mount Amos

Aussicht von Mount Amos

Erstklassiges Essen und Wein

Wer nach der Wanderung Hunger bekommen hat, sollte unbedingt bei Tombolo Devils Corner (Sherboune Road,
Apslawn) einen Stopp einlegen. Hier gibt es nicht nur erstklassigen Wein aus der Region, sondern auch besonders gute Pizzen und Fish and Chips. Das ganze kann man mit einem wunderschönen Blick auf das Meer, die Granitfelsen und die Landschaft genießen.
Heute sollte man dann noch weiter bis nach Port Arthur fahren und dort übernachten.

Tag 5: Abenteuerliche Speedboot-Tour entlang Tasmaniens Küste

In Port Arthur sollte man sich auf keinen Fall eine Speedboot-Tour entlang der Küste nach Tasman Island entgehen lassen.
Die Tour startet in Port Arthur und geht entlang der Küste bis zur der kleinen Insel Tasman Island. Man wird während der ganzen Fahrt, die etwa 3 Stunden geht, mit einzigartigen Ausblicken auf die Küste entlohnt. Wasserfälle, einzigartige Felsformationen, Bögen und Tiefsee-Höhlen, aber auch Robben, Albatros , Seeadler, Kormorane, Wanderfalken und Seevögel stehen auf dem Programm. Wer Glück hat kann zudem Delfine und Wale sehen.
Die Tour war unser persönliches Highlight auf unserer Tasmanien Reise. Man kommt für 3 Stunden nicht mehr aus dem Stauen heraus, da eine Naturschönheit die andere jagt.
Um dieses Erlebnis noch besser zu machen, haben wir hier ein paar Tipps aufgezählt:

  • Rechts sitzen
    Man fährt die Küste von Eagles Neck "aufwärts" in Richtung Tasman Island und hat die Küste stets zu seiner Rechten. Auf dem Hinweg wird an allen Attraktionen angehalten und es Zeit zum Fotografieren gegeben. Auf dem Rückweg hingegen weniger, da es auf der selben Route zurück geht und man theoretisch das selbe wieder sieht. Das heißt man verbringt deutlich länger auf dem Hinweg und genießt die beste Aussicht von einem rechten Sitzplatz.
  • Warm anziehen
    Es wird nach Angaben der Crew bis zu 10 Grad kälter auf der See. Ausgestattet wird man mit einem Regenmantel der bis zu den Füßen geht für alle Fälle. Nichts desto trotz sollte man sich gut einpacken da es sehr frisch werden kann.
  • Nichts für “Seekranke”
    Die Tour ist sehr wackelig und nicht für Personen geeignet, die dazu neigen seekrank zu werden. Am Anfang der Tour werden Ingwer-Tabletten gegen Übelkeit verteilt. Hier auf jeden Fall reichlich zugreifen wenn man die Tour mitmachen möchte, aber Angst hat, dass einem Übel wird.
  • Vorne sitzen
    Für all diejenige, die keine Probleme mit dem Wackeln haben, sind die vordersten Plätze definitiv die besten. Hier wackelt es richtig und man fühlt sich ein bisschen wie in einer Achterbahn. Der Spaßfaktor ist vorne auf jeden Fall gegeben und die bessere Aussicht auch.
  • Hinten sitzen
    Hinten zu sitzen wird empfohlen wenn man Rücken-, Hüft- oder Knieprobleme hat, leicht Seekrank wird oder mit Kindern unterwegs ist. Der Vorteil ist zudem, dass die hinteren Plätze überdacht sind und man somit weniger dem Wind und Regen ausgesetzt ist.

Aussichtspunkte Port Arthur

Wer sich eine Bootstour nicht zutraut kann auch einige der beeindruckenden Felsformationen und Höhlen zu Fuß bzw. mit dem Auto erreichen. Insbesondere Tasman Arch, Blow Hole, Devils Kitchen, Tessellated Pavement, Remarkable Cave, Waterfall Bay und der Maingon Bay Lookout sind sehenswert.
Die ganzen Aussichtspunkte kann man sich aber eigentlich sparen, wenn man eine Boots-Tour mitmacht.

Straflager Port Arthur

Persönlich fanden wir das ehemalige Straflager weniger spektakulär, aber dennoch gehört es zur Geschichte Tasmaniens und ist ein Besuch wert.
Das ehemalige Straflager ist Weltkulturerbe und das best erhaltene Straflager Australiens. Hier kann man sich mehr als 30 Gebäude, Ruinen und restaurierten Häusern und 40 Hektar Landschaftsgarten ansehen.

 
Melbourne und Great Ocean Road

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Savannah Way - von Cairns nach Katherine

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